{"id":1133,"date":"2020-02-03T20:10:10","date_gmt":"2020-02-03T19:10:10","guid":{"rendered":"http:\/\/lazermi.noblogs.org\/?p=1133"},"modified":"2020-02-03T20:10:10","modified_gmt":"2020-02-03T19:10:10","slug":"de-michael-heinrich-abstrakte-arbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/liremarx.noblogs.org\/?p=1133","title":{"rendered":"[DE] Michael Heinrich, Abstrakte Arbeit"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: center\" align=\"justify\">Abstrakte Arbeit<\/h1>\n<h1 style=\"text-align: center\" align=\"justify\">Michael Heinrich<\/h1>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\">in: W.F.Haug (Hrsg.), <i>Historisch-kritisches W\u00f6rterbuch des Marxismus<\/i>, Bd. 1, Hamburg 1994<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">Aus: http:\/\/www.oekonomiekritik.de\/203AbstrakteArbeit.htm<\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\">Marx benutzt den Begriff aA beil\u00e4ufig in den <i>Ms 44<\/i> (MEGA I.2, 208) zur Charakterisierung entfremdeter, vereinseitigter Arbeit, womit er an Hegels Verwendung von aA in Zusammenhang mit der Teilung der Arbeit ankn\u00fcpft (<i>Rechtsphil<\/i>. \u00a7 198, <i>Enzykl<\/i>. \u00a7\u00a7 525,526). In einer neuen Bedeutung wird aA 1859 in <i>Zur Kritik<\/i> zu einem zentralen Begriff. Marx unterscheidet hier erstmals die Gebrauchswert hervorbringende von der Tauschwert schaffenden Arbeit. Weil letztere \u00ab\u00a0gleichg\u00fcltig gegen den besondern Stoff der Gebrauchswerthe\u00a0\u00bb ist, ist sie auch \u00ab\u00a0gleichg\u00fcltig gegen die besondere Form der Arbeit\u00a0\u00bb und wird von Marx deshalb als \u00ab\u00a0<i>abstrakt allgemeine<\/i> Arbeit\u00a0\u00bb bezeichnet (MEGA II.2, 109). In <i>Zur Kritik<\/i> wird aA noch weitgehend mit \u00ab\u00a0einfacher\u00a0\u00bb Arbeit identifiziert: \u00ab\u00a0Diese Abstraktion der allgemein menschlichen Arbeit <i>existirt<\/i> in der Durchschnittsarbeit, die jedes Durchschnitts-Individuum einer gegebnen Gesellschaft verrichten kann&#8230; Es ist <i>einfache<\/i> Arbeit, wozu jedes Durchschnitts-Individuum abgerichtet werden kann&#8230; Die einfache Arbeit bildet die bei weitem gr\u00f6\u00dfte Masse aller Arbeit der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft&#8230;\u00a0\u00bb (MEGA II.2, 110) Marx kn\u00fcpft damit an die Argumentation aus dem <i>Elend der Philosophie<\/i> an, da\u00df einfache Arbeit Wertma\u00df sei und da\u00df dies ein von der modernen Industrie hervorgebrachtes Resultat sei (MEW 4, 85). Allerdings hatte Marx dort noch nicht zwischen abstrakter und konkreter Arbeit unterschieden. Mit der Identifizierung von aA und einfacher Arbeit werden jetzt zwei ganz verschiedene Prozesse gleichgesetzt: der im mechanisierten Produktionsproze\u00df stattfindende Verlust von qualifizierter Arbeit, also einer historischen Ver\u00e4nderung auf der Seite der konkreten Arbeit und die im Austausch stattfindende Abstraktion von den tats\u00e4chlich vorhandenen unterschiedlichen Qualit\u00e4ten der verschiedenen konkreten Arbeiten. In der 1. Aufl. des <i>Kapital<\/i> stellt Marx dann zwar heraus, da\u00df der Doppelcharakter der Arbeit der \u00ab\u00a0Springpunkt\u00a0\u00bb sei, \u00ab\u00a0um den sich das Verst\u00e4ndni\u00df der politischen Oekonomie dreht\u00a0\u00bb (MEGA II.5, 22). Aber erst in der 2. Aufl. wird aA von einfacher Arbeit streng unterschieden. Erst jetzt verwendet Marx den Begriff aA bereits zu Beginn des ersten Kapitels. So hei\u00dft es z. B. nicht mehr, ein Gebrauchswert hat Wert, \u00ab\u00a0weil <i>Arbeit<\/i> in ihm vergegenst\u00e4ndlicht\u00a0\u00bb (MEGA II.5, 20), sondern \u00ab\u00a0weil abstrakt menschliche Arbeit in ihm vergegenst\u00e4ndlicht\u00a0\u00bb ist (MEGA II.6, 72). <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><!--more--><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>Kritischer Gehalt des Begriffs <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\">&#8212; An der klassischen politischen \u00d6konomie kritisiert Marx, da\u00df sie \u00ab\u00a0nirgendwo ausdr\u00fccklich und mit klarem Bewu\u00dftsein Arbeit, die sich in <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>Werth<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\">, von derselben Arbeit, soweit sie sich im <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>Gebrauchswerth<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"> ihres Produkts darstellt\u00a0\u00bb, unterschieden habe. \u00ab\u00a0Sie macht nat\u00fcrlich den Unterschied thats\u00e4chlich, da sie die Arbeit das einemal quantitativ, das andremal qualitativ betrachtet. Aber es f\u00e4llt ihr nicht ein, da\u00df blo\u00df <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>quantitativer Unterschied<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"> der Arbeiten ihre <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>qualitative Einheit<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"> oder <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>Gleichheit<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"> voraussetzt, also ihre Reduktion auf <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>abstrakt menschliche Arbeit<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\">.\u00a0\u00bb (MEGA II.5, 48). Der kritische Gehalt des Begriffs aA ersch\u00f6pft sich aber nicht darin, da\u00df Marx die Arbeitswerttheorie der Klassik lediglich pr\u00e4zisiert, indem er eine dort nicht getroffene Unterscheidung nachholt. Diese Unterscheidung ist auch f\u00fcr zentrale Bereiche der folgenden Darstellung (wie etwa der Wertformanalyse) von wesentlicher Bedeutung. Mit aA fa\u00dft Marx n\u00e4mlich den spezifisch <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>gesellschaftlichen<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"> Charakter Waren produzierender Arbeit, der in der Klassik verfehlt wird. A.Smith begr\u00fcndete Arbeit als Ma\u00df des Tauschwerts damit, da\u00df der \u00ab\u00a0wirkliche Preis jedes Dinges&#8230; die zu seiner Anschaffung erforderliche M\u00fche und Beschwerde\u00a0\u00bb sei (Smith, 37, s.a. 40f). Arbeit erscheint hier als individueller, ungesellschaftlicher Proze\u00df zwischen Mensch und Natur, der aufgrund seiner M\u00fchseligkeit den Wertcharakter der Waren konstituiert. Demgegen\u00fcber stellt Marx den \u00ab\u00a0doppelten gesellschaftlichen Charakter\u00a0\u00bb der Waren produzierenden Privatarbeiten heraus: Sie m\u00fcssen sowohl ein bestimmtes gesellschaftliches Bed\u00fcrfnis befriedigen wie die Bed\u00fcrfnisse ihrer Produzenten. Letzteres k\u00f6nnen sie aber nur, \u00ab\u00a0sofern jede besondre n\u00fctzliche Privatarbeit mit jeder andren n\u00fctzlichen Art Privatarbeit austauschbar ist, ihr gleichgilt. Die Gleichheit toto coelo verschiedner Arbeiten kann nur in einer Abstraktion von ihrer wirklichen Ungleichheit bestehn, in der Reduktion auf den gemeinsamen Charakter, den sie als Verausgabung menschlicher Arbeitskraft, abstrakt menschliche Arbeit, besitzen.\u00a0\u00bb (MEGA II.6, 104) Ist der erste Charakter (Befriedigung gesellschaftlicher Bed\u00fcrfnisse) jeder arbeitsteiligen Produktion gemeinsam, so ist der zweite Charakter (gleiche Geltung als abstrakt menschliche Arbeit) ein Spezifikum der Warenproduktion und insofern liegt in ihm der <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>spezifisch<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"> gesellschaftliche Charakter Waren produzierender Arbeit. In ihm ist ausgedr\u00fcckt, da\u00df in der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>individuell<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"> verausgabte Arbeit nicht <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>unmittelbar<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"> gesellschaftlich ist, sondern diesen Charakter erst \u00fcber den Tausch erh\u00e4lt: \u00ab\u00a0Die Arbeit, die sich im Tauschwerth darstellt, ist vorausgesetzt als Arbeit des vereinzelten Einzelnen. Gesellschaftlich wird sie dadurch, da\u00df sie die Form ihres unmittelbaren Gegentheils, die Form der abstrakten Allgemeinheit annimmt.\u00a0\u00bb (MEGA II.2, 113) Indem die klassische wie auch die neoklassische \u00d6konomie \u00fcber kein der aA analoges Konzept verf\u00fcgen, damit auch den spezifisch gesellschaftlichen Charakter der Arbeit nicht erfassen k\u00f6nnen, bleibt ihre Betrachtung des \u00f6konomischen Zusammenhangs auf die Perspektive des \u00ab\u00a0vereinzelten Einzelnen\u00a0\u00bb reduziert: die Rationalit\u00e4t individueller Kalk\u00fcle soll erkl\u00e4ren, was doch das Resultat von Strukturen ist, die dem individuellen Handeln vorausgesetzt sind.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>Historizit\u00e4t<\/i><\/span><\/span> <span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>der aA<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"> &#8212; AA, die man bei Abstraktion von jeder produktiven Bestimmtheit der Arbeit erh\u00e4lt, bezeichnet Marx auch als \u00ab\u00a0Verausgabung von <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>menschlichem<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"> Hirn, Muskel, Nerv, Hand\u00a0\u00bb (MEGA II.5, 24) und in der 2. Aufl. des <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>Kapital<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"> ist von abstrakt menschlicher Arbeit als Verausgabung menschlicher Arbeitskraft \u00ab\u00a0im physiologischen Sinn\u00a0\u00bb (MEGA II.6, 79) die Rede. Solche Formulierungen legen nahe, da\u00df es sich bei aA um allgemeine, jeder Arbeitsverausgabung zukommende physiologische Eigenschaften handeln w\u00fcrde. An anderen Stellen macht Marx aber deutlich, da\u00df es sich bei aA nicht um den Inbegriff nat\u00fcrlicher Eigenschaften, sondern um eine gesellschaftlich <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>erzwungene<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"> Zuschreibung handelt. In <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>Zur Kritik<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"> spricht er von der \u00ab\u00a0objektive[n] Gleichung, die der Gesellschaftsproce\u00df gewaltsam zwischen den ungleichen Arbeiten vollzieht\u00a0\u00bb (MEGA II.2, 136f). Und bei der \u00dcberarbeitung der 1. Aufl. des <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>Kapital<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"> notiert er: \u00ab\u00a0Die Reduction der verschiednen konkreten Privatarbeiten auf dieses Abstractum gleicher menschlicher Arbeit vollzieht sich nur durch den Austausch, welcher Producte verchiedner Arbeiten thats\u00e4chlich einander gleichsetzt.\u00a0\u00bb (MEGA II.6, 41) Abstraktheit der Arbeit meint nicht die allgemeinsten Bestimmungen der Arbeit, die das reflektierende Subjekt (ganz unabh\u00e4ngig von gesellschaftlichen Prozessen wie dem Tausch) beim Vergleich verschiedener Arbeiten feststellen kann, sondern die in der Gleichsetzung der Produkte im Tausch praktisch stattfindende Abstraktion von den besonderen Charakteren der verschiedenen Arbeiten, die diese Produkte hervorgebracht haben. Das Resultat dieser durch eine bestimmte gesellschaftliche Praxis erzwungenen Abstraktion ist nicht ein physiologisch Allgemeines, sondern eine spezifisch gesellschaftliche Formbestimmung von Arbeit. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\">Die Ambivalenz in der Bestimmung aA f\u00fchrte zur h\u00e4ufig diskutierten Frage, ob aA in allen Produktionsweisen existiert habe oder nur in der Warenproduktion: als Inbegriff physiologischer Eigenschaften w\u00e4re aA \u00fcberhistorisch, als Ausdruck einer bestimmten durch den Austausch konstituierten Beziehung der Arbeiten aufeinander nicht. Im <i>Kapital<\/i> \u00e4u\u00dferte sich Marx zwar nicht explizit zum historischen Charakter der aA, doch ist bei der Analyse des Arbeitsproze\u00dfes, der einzigen Stelle, wo dessen \u00fcberhistorische Momente betrachtet werden, von aA nicht die Rede. In <i>Zur Kritik<\/i> hie\u00df es allerdings eindeutig: \u00ab\u00a0Als zweckm\u00e4\u00dfige Th\u00e4tigkeit zur Aneignung des nat\u00fcrlichen in einer oder der anderen Form ist die Arbeit Naturbedingung der menschlichen Existenz&#8230; Tauschwerth setzende Arbeit ist dagegen eine specifisch gesellschaftliche Form der Arbeit. Schneiderarbeit&#8230; producirt den Rock, aber nicht den Tauschwerth des Rocks. Letztern producirt sie nicht als Schneiderarbeit, sondern als abstrakt allgemeine Arbeit und diese geh\u00f6rt einem Gesellschaftszusammenhang, den der Schneider nicht eingef\u00e4delt hat.\u00a0\u00bb (MEGA II.2, 115)<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>AA als Wertsubstanz<\/i><\/span><\/span> <span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\">&#8212; Nicht Arbeit schlechthin, sondern aA wird von Marx als \u00ab\u00a0Substanz\u00a0\u00bb des Werts bestimmt; Wertgegenstand ist ein Gut insofern in ihm aA \u00ab\u00a0vergegenst\u00e4ndlicht\u00a0\u00bb ist (MEGA II.6, 72). Da\u00df es sich bei dieser Vergegenst\u00e4ndlichung aA nicht darum handelt, da\u00df ein quasi-materielles Substrat in das einzelne Produkt gelegt wird, das dann dessen Wertsein ausmacht, wird bereits durch die von Marx benutzte Metaphorik deutlich. Er nennt diese Gegenst\u00e4ndlichkeit der aA \u00ab\u00a0abstrakte Gegenst\u00e4ndlichkeit, ein <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>Gedankending<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\">\u00a0\u00bb (MEGA II.5, 30), \u00ab\u00a0gespenstige Gegenst\u00e4ndlichkeit\u00a0\u00bb (MEGA II.6, 72), \u00ab\u00a0rein phantastische Gegenst\u00e4ndlichkeit\u00a0\u00bb (MEGA II.6, 32). Das Wertsein der Waren ist insofern eine phantastische Gegenst\u00e4ndlichkeit, weil sich dieses Wertsein den Warenbesitzern gegen\u00fcber zwar als von ihnen unabh\u00e4ngige sachliche Eigenschaft von Dingen geltend macht, es aber \u00fcberhaupt keine sachliche Grundlage in den Dingen selbst besitzt. Es handelt sich bei dieser Wertgegenst\u00e4ndlichkeit um ein gesellschaftlich praktiziertes Geltungsverh\u00e4ltnis, eine gesellschaftlich g\u00fcltige Zuschreibung, die allerdings nicht Resultat intensionalen Handelns ist, sondern Effekt einer bestimmten Form des gesellschaftlichen Zusammenhangs. Wie Marx im Abschnitt \u00fcber den Warenfetisch hervorhebt, reflektiert sich das gesellschaftliche Verh\u00e4ltnis der Produzenten als sachliche Eigenschaft von Dingen. Als Ausdruck eines gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisses kann die Gegenst\u00e4ndlichkeit der aA aber auch nur im gesellschaftlichen Verkehr erscheinen, was ihren \u00ab\u00a0phantastischen\u00a0\u00bb Charakter noch unterstreicht. Da\u00df Wertgegenst\u00e4ndlichkeit gerade nicht dem <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>einzelnen<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"> Gut zukommt, wird von Marx nirgendwo so deutlich ausgesprochen wie im \u00dcberarbeitungsmanuskript der 1. Aufl. des <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>Kapital<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\">. Dort schreibt Marx als Kommentar zur Darstellung der 1. Aufl.: Werden Rock und Leinwand als Werte auf Vergegenst\u00e4ndlichung aA reduziert, dann wurde in dieser Reduktion \u00ab\u00a0vergessen, da\u00df keines f\u00fcr sich <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>solche Werthgegenst\u00e4ndlichkeit<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"> ist, sondern da\u00df sie solches nur sind, soweit das ihnen <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>gemeinsame Gegenst\u00e4ndlichkeit<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"> ist. Ausserhalb ihrer Beziehung auf einander &#8211; der Beziehung worin sie gleichgelten &#8211; besitzen weder der Rock noch die Leinwand <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>Werthgegenst\u00e4ndlichkeit<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\">\u00a0\u00bb (MEGA II.6, 30). <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\">Die Gr\u00f6\u00dfe des Werts will Marx durch das \u00ab\u00a0Quantum der in ihm enthaltenen &lsquo;werthbildenden Substanz&rsquo;, der Arbeit\u00a0\u00bb messen und die Arbeit findet ihr Ma\u00df an der Zeitdauer (MEGA II.5, 20). Allerdings ist nicht die von einem Produzenten individuell verausgabte Arbeitszeit wertbildend, sondern nur die \u00ab\u00a0gesellschaftlich nothwendige Arbeitszeit\u00a0\u00bb, d.h. Arbeitszeit die unter den gesellschaftlich normalen Bedingungen durchschnittlich zur Produktion einer Ware ben\u00f6tigt wird (MEGA II.6, 73). Die so bestimmte \u00ab\u00a0gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit\u00a0\u00bb reduziert aber lediglich verschiedene individuelle Verausgabungen derselben konkreten Arbeitsart auf ein Durchschnittsma\u00df. Wird dies bereits als abschlie\u00dfendes Wort \u00fcber das Ma\u00df der Wertgr\u00f6\u00dfe aufgefa\u00dft, so hat man nicht nur konkrete Arbeit zum Ma\u00df aA gemacht, wodurch der Unterschied zwischen beiden eingeebnet wird. Es wird dann auch unterstellt, der Wert eines <i>einzelnen<\/i> Gutes k\u00f6nne unabh\u00e4ngig vom Austausch gemessen werden. Wenn Wertgegenst\u00e4ndlichkeit den Waren aber nur <i>gemeinsam<\/i> zukommt, innerhalb des Austauschverh\u00e4ltnisses, so kann auch die Gr\u00f6\u00dfe des Wertes nicht au\u00dferhalb dieses Verh\u00e4ltnisses bestimmt werden. Innerhalb des Austauschverh\u00e4ltnisses kann der Wert einer Ware aber nur ad\u00e4quat ausgedr\u00fcckt werden, wenn er auf Geld als selbst\u00e4ndiges Dasein des Werts bezogen wird. In <i>Zur Kritik<\/i> wird dies bereits auf den ersten Seiten der Darstellung festgehalten, wenn Marx betont, da\u00df sich im Wert die Arbeitszeit des Einzelnen als \u00ab\u00a0allgemeine Arbeitszeit\u00a0\u00bb ausdr\u00fcckt und sich diese allgemeine Arbeitszeit in einem \u00ab\u00a0allgemeinen Produkt, einem allgemeinen Aequivalent\u00a0\u00bb (MEGA II.2, 111f) darstellen m\u00fcsse. Im <i>Kapital<\/i> wird dieser Zusammenhang ausf\u00fchrlich in den Abschnitten \u00fcber die Wertform und den Austauschproze\u00df begr\u00fcndet. Ma\u00df des Werts zu sein, ist die erste Formbestimmung des Geldes in der einfachen Zirkulation. Da\u00df diese Ma\u00dffunktion des Geldes nicht durch eine Arbeitszeitrechnung (auch dann nicht, wenn sich diese auf \u00ab\u00a0gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit\u00a0\u00bb bezieht) au\u00dfer Kraft gesetzt werden kann, wird insbesondere in Marx&rsquo; Auseinandersetzung mit den verschiedenen Arbeitsgeldtheorien deutlich (MEGA II.2, 155ff, MEGA II.5, 59).<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\"><i>Rezeption<\/i><\/span><\/span> <span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\">&#8212; Es ist bezeichnend f\u00fcr die oberfl\u00e4chliche Rezeption der Kritik der politischen \u00d6konomie vor dem 1. Weltkrieg, da\u00df das Konzept aA keine besondere Rolle spielt. Nicht nur in den popularisierenden Darstellungen von Kautsky (1887) und Luxemburg (1925) taucht der Begriff nicht auf. Auch Hilferding (1904) bezog sich bei seiner Verteidigung der Marxschen Werttheorie gegen die Kritik von B\u00f6hm-Bawerk (1896) nicht auf aA und bei Lenin spielt der Begriff aA ebenfalls keine besondere Rolle. Die bis dahin ausf\u00fchrlichste Auseinandersetzung mit dem Konzept aA lieferte kein Marxist, sondern F.Petry (1916). Ausgehend von Rickerts Unterscheidung zwischen naturwissenschaftlicher und kulturwissenschaftlicher Methode glaubte er, auch bei Marx einen Dualismus von naturwissenschaftlich-kausaler Erkl\u00e4rung und einer \u00ab\u00a0gesellschaftlichen\u00a0\u00bb Betrachtungsweise feststellen zu k\u00f6nnen. Zwar kann diese Konstruktion dem Marxschen Werk insgesamt kaum gerecht werden, doch f\u00fchrte sie Petry, der den \u00ab\u00a0kulturwissenschaftlichen Gehalt\u00a0\u00bb der Marxschen Werttheorie darstellen wollte (Petry 1916, 3), zur Auseinandersetzung mit dem gesellschaftstheoretischen Charakter der Marxschen Begriffe. So hebt er etwa bei der aA hervor, da\u00df es sich keineswegs um einen naturwissenschaftlichen Gattungsbegriff handelt, sondern um die gesellschaftliche Form der Privatarbeiten, wobei dann aber diese Gesellschaftlichkeit gleich auf die Bet\u00e4tigung des Menschen als Rechtssubjekt reduziert wird (ebd., 23f). W\u00e4hrend Hilferding (1919) in einer l\u00e4ngeren Rezension zwar die neukantianische Methodologie Petrys kritisierte, dessen Auseinandersetzung mit aA aber unbeachtet lie\u00df, kam Rubin zu dem wohl zutreffenden Urteil, da\u00df Petry eine Reihe von Fragen der Marxschen Theorie aufwarf, die von Marxisten nicht einmal behandelt wurden, die Petry selbst aber auch nicht l\u00f6sen konnte (Rubin 1928, 365). <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\">In den 20er Jahren wurde in der Sowjetunion eine intensive werttheoretische Debatte gef\u00fchrt, deren bedeutendstes Resultat wahrscheinlich die Arbeiten von Rubin waren. Rubin setzte sich ausf\u00fchrlich mit aA auseinander und differenzierte zwischen physiologisch gleicher Arbeit, gesellschaftlich gleichgesetzter Arbeit und abstrakt-allgemeiner Arbeit (Rubin 1924, 50ff, 100ff) und machte entgegen dem naturalistischen Verst\u00e4ndnis von abstrakter Arbeit, das aus der \u00ab\u00a0physiologischen\u00a0\u00bb Auffassung dieser Kategorie entsprang, deutlich, da\u00df es sich bei aA um eine \u00ab\u00a0spezifisch <i>historische<\/i> Form der Gleichsetzung von Arbeit\u00a0\u00bb handelt. AA mithin \u00ab\u00a0nicht nur ein gesellschaftlicher, sondern auch ein historischer Begriff ist\u00a0\u00bb (ebd., 95). Mit dem aufkommenden Stalinismus, dem auch Rubin schon fr\u00fchzeitig zum Opfer fiel, wurden solche Diskussionen jedoch erstickt.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\">Mit der Vernachl\u00e4ssigung des Konzepts aA wurde die Marxsche Werttheorie vor allem als eine Erkl\u00e4rung der quantitativen Austauschverh\u00e4ltnisse und als Voraussetzung zur Begr\u00fcndung der Ausbeutung gelesen, w\u00e4hrend die gesellschaftstheoretischen Implikationen der Werttheorie meistens nur verk\u00fcrzt wahrgenommen wurden. Dies trifft insbesondere f\u00fcr die durch Sweezy (1942), Meek (1956) und Dobb (1977) repr\u00e4sentierte \u00e4ltere angels\u00e4chsische Marx-Literatur zu. In Westdeutschland war die Auseinandersetzung mit der Marxschen Theorie zun\u00e4chst stark durch die Kritische Theorie gepr\u00e4gt, die zwar deren philosophische und methodologische Implikationen herausstellte, sich aber nicht n\u00e4her mit der Marxschen Analyse der Ware besch\u00e4ftigte. Lediglich der Adorno-Sch\u00fcler Krahl (1971) widmete ihr eine eigene Untersuchung, in welcher aA allerdings keine bedeutende Rolle spielte. Eine differenziertere werttheoretische Debatte, die im Rahmen der \u00ab\u00a0Kapitallogik\u00a0\u00bb auch die gesellschaftstheoretischen Implikationen des Konzepts aA ber\u00fccksichtigte, setzte mit den Arbeiten von Backhaus (1969, 1974) und Reichelt (1970) ein. In industriesoziologischen Studien dagegen wurde aA zuweilen als sinnlich fa\u00dfbare Kategorie, die die Mechanisierung und Sinnentleerung der Arbeitsvorg\u00e4nge im Verlaufe der Automation ausdr\u00fcckt, mi\u00dfverstanden. Im angels\u00e4chsischen Raum f\u00fchrte u. a. die \u00dcbersetzung des Buches von Rubin zu einer Intensivierung der werttheoretischen Debatte und einer Auseinandersetzung mit dem Konzept aA (vergl. z. B. Itoh 1976 und die Beitr\u00e4ge in Elson 1979). Zugleich nahm aber auch die Kritik an der Marxschen Werttheorie zu. Unter Verwendung des von Sraffa (1960) entwickelten \u00ab\u00a0neoricardianischen\u00a0\u00bb Konzepts der Berechnung von Produktionspreisen aufgrund der mengenm\u00e4\u00dfigen Reproduktionsstruktur eines \u00f6konomischen Systems wurde die Werttheorie f\u00fcr \u00ab\u00a0redundant\u00a0\u00bb erkl\u00e4rt, da Produktionspreise auch ohne vorherige Kenntnis der Wertgr\u00f6\u00dfen bestimmt werden k\u00f6nnten (Steedman 1977). Die Berechnung von Werten war im Rahmen neoricardianischer Modelle aber nur deshalb m\u00f6glich, weil einerseits ein station\u00e4res Reproduktionsgleichgewicht vorausgesetzt und wertbildende aA umstandslos mit einer bereits vor dem Tausch feststehenden Menge zur Produktion notwendiger homogener Arbeit identifiziert wurde. Gegen die neoricardianische Formulierung der Marxschen Werttheorie wurde daher eingewandt, da\u00df gerade die mit dem Konzept aA anvisierte Problematik des spezifisch gesellschaftlichen Charakters Waren produzierender Arbeit verfehlt wird (DeVroey 1982, Gan\u00dfmann 1983). Eine erneute werttheoretische Diskussion setzte in der Bundesrepublik Ende der 80er Jahre ein. Brentel (1988) stellte die Arbeitswertheorie als Theorie der Konstitution einer &#8211; von Marx entdeckten &#8211; spezifischen \u00f6konomisch-sozialen Gegenst\u00e4ndlichkeit dar. Da diese Werttheorie nur als Kapitaltheorie explizierbar sei (ebd., 265f), versteht Brentel aA als \u00ab\u00a0antizipatorische[n] Totalit\u00e4tsbegriff\u00a0\u00bb der Vergesellschaftung der Arbeit unter kapitalistischen Bedingungen (ebd., 124). W\u00e4hrend Brentel die Marxsche Entdeckung rekonstruieren und gegen Fehlinterpretationen verteidigen will, Probleme also nicht auf Seiten von Marx, sondern der Interpreten sieht, stellt Heinrich (1991) gerade auf die internen Probleme der Marxschen Theorie ab: einerseits handle es sich bei Marx um eine wissenschaftliche Revolution, die mit dem theoretischen Feld der klassischen politischen \u00d6konomie breche, andrerseits bleibe Marx selbst diesem Feld weitgehend verhaftet, so da\u00df die \u00dcberlagerung beider Diskurse zu vielf\u00e4ltigen Ambivalenzen f\u00fchre. So w\u00fcrden sich im Begriff aA nicht miteinander vereinbare Konzepte \u00fcberkreuzen: eine \u00ab\u00a0gesellschaftliche\u00a0\u00bb Auffassung (aA als Resultat einer gesellschaftlich erzwungene Gleichsetzung von qualitativ Verschiedenem) wird von einer \u00ab\u00a0naturalistischen\u00a0\u00bb (aA als Inbegriff physiologischer Bestimmungen) \u00fcberlagert. Vor allem unter erkenntniskritischen Gesichtspunkten wird die werttheoretische Debatte in den bei Behrens (1993) versammelten Aufs\u00e4tzen weitergef\u00fchrt.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial\"><span style=\"font-size: small\">Bibliographie: H.-G.Backhaus, Zur Dialektik der Wertform, in: A.Schmidt (Hg.), <i>Beitr\u00e4ge zur marxistischen Erkenntnistheorie<\/i>, Frankfurt\/M 1969, S.128-152; ders. Materialien zur Rekonstruktion der Marxschen Werttheorie, in: <i>Gesellschaft. Beitr\u00e4ge zur Marxschen Theorie 1<\/i>, Frankfurt\/M 194, S.52-77; D.Behrens (Hg.), <i>Gesellschaft und Erkenntnis. Zur materialistischen Erkenntnis- und \u00d6konomiekritik<\/i>, Freiburg 1993; E.v.B\u00f6hm-Bawerk, Zum Abschlu\u00df des Marxschen Systems (1896), in: F.Eberle (Hg.), <i>Aspekte der Marxschen Theorie 1<\/i>, Frankfurt\/M 1973, S.25-129; H.Brentel, <i>Soziale Form und \u00f6konomisches Objekt. Studien zum Gegenstands- und Methodenverst\u00e4ndnis der Kritik der politischen \u00d6konomie<\/i>, Opladen 1989; M.DeVroey, On the Obsolescence of the Marxian Theory of Value: A Critical Review, in: <i>Capital &amp; Class<\/i> no.17, 1982, S.34-59; M.Dobb, <i>Wert- und Verteilungstheorien seit Adam Smith<\/i>, Frankfurt\/M 1977; D.Elson, (ed.), <i>Value. The Representation of Labour in Capitalism<\/i>, London 1979; H.Gan\u00dfmann, Marx ohne Arbeitswerttheorie?, in: <i>Leviathan<\/i>, Jg. 11, 1983, Nr. 3, S.394-412; G.W.F.Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts (1821), in: ders., <i>Werke<\/i>, Bd. 7, Frankfurt\/M 1970; ders., Enzyklop\u00e4die der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), in: ders., <i>Werke<\/i> Bd. 8-10, Frankfurt\/M 1970; M.Heinrich, <i>Die Wissenschaft vom Wert. Die Marxsche Kritik der politischen \u00d6konomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition<\/i>, Hamburg 1991; R.Hilferding, B\u00f6hm-Bawerks Marx-Kritik (1904), in: F.Eberle (Hg.), <i>Aspekte der Marxschen Theorie 1<\/i>, Frankfurt\/M 1973, S.130-192; ders., Rezension von Petry, Der soziale Gehalt der Marxschen Werttheorie, in: <i>Archiv f\u00fcr die Geschichte des Sozialismus und der Arbeiterbewegung<\/i>, 8.Jg, Leipzig 1919, S.439-448; M.Itoh, A Study of Marx&rsquo;s Theory of Value, in: <i>Science &amp; Society<\/i>, vol. 40, 1976, no.3; K.Kautsky, <i>Karl Marx Oekonomische Lehren. Gemeinverst\u00e4ndlich dargestellt und erl\u00e4utert<\/i>, Stuttgart 1887; H.-J.Krahl, Zur Wesenslogik der Marxschen Warenanalyse, in: ders., <i>Konstitution und Klassenkampf<\/i>, Frankfurt\/M 1971, S.31-81; R.Luxemburg, Einf\u00fchrung in die National\u00f6konomie (1925), in: dies., <i>Gesammelte Werke<\/i> Bd.5, Berlin 1975; R.L.Meek, <i>Studies in the Labour Theory of Value<\/i>, London 1956; F.Petry, <i>Der soziale Gehalt der Marxschen Werttheorie<\/i>, Jena 1916; H.Reichelt, <i>Zur logischen Struktur des Kapitalbegriffs bei Karl Marx<\/i>, Frankfurt\/M 1970; I.I.Rubin, <i>Studien zur Marxschen Werttheorie<\/i> (1924), Frankfurt\/M 1973; ders., Zwei Schriften \u00fcber die Marxsche Werttheorie, in: <i>Marx-Engels Archiv<\/i> Bd.I, 1928, S.360-369; A.Smith, <i>Eine Untersuchung \u00fcber Natur und Wesen des Volkswohlstandes<\/i> (1776), Jena 1923; P.Sraffa, <i>Warenproduktion mittels Waren. Einleitung zu einer Kritik der \u00f6konomischen Theorie<\/i> (1960), Frankfurt\/M 1976; I.Steedman, <i>Marx after Sraffa<\/i>, London 1977; P.M.Sweezy, <i>Theorie der kapitalistischen Entwicklung<\/i> (1942), Frankfurt\/M 1970.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abstrakte Arbeit Michael Heinrich in: W.F.Haug (Hrsg.), Historisch-kritisches W\u00f6rterbuch des Marxismus, Bd. 1, Hamburg 1994 Aus: http:\/\/www.oekonomiekritik.de\/203AbstrakteArbeit.htm Marx benutzt den Begriff aA beil\u00e4ufig in den Ms 44 (MEGA I.2, 208) zur Charakterisierung entfremdeter, vereinseitigter Arbeit, womit er an Hegels Verwendung &hellip; <a href=\"https:\/\/liremarx.noblogs.org\/?p=1133\">Continuer la lecture <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":14481,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[35,20,33],"tags":[],"class_list":["post-1133","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-articles","category-michael-heinrich","category-travail"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/liremarx.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1133","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/liremarx.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/liremarx.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/liremarx.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/14481"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/liremarx.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1133"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/liremarx.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1133\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/liremarx.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1133"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/liremarx.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1133"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/liremarx.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1133"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}